#traveldiary Rom

Tag1: 25.07.2017

7:45 Uhr

Völlig übermüdet fahren wir in das Parkhaus im Münchner Flughafen. Stellen unser Carsharing Auto in die Garage und begeben uns in Richtung Gate. Nachdem wir unseren Koffer abgegeben und uns in der Sicherheitskontrolle fast nackig gemacht haben, lassen wir uns auf einer der Sitzbänke am Gate 46 nieder. Leider hat unser Flug 30 Minuten Verspätung und wir sind pünktlich, zwei Stunden vor Abflug, vor Ort. Also vertreiben wir uns die Zeit mit Musik hören, Milchbrötchen essen und Menschen beobachten.

10:45 Uhr

Zügig rollt unsere Maschine über die Startbahn um schließlich Gas zu geben und abzuheben. Das Beste Gefühl der Welt. Wenn dein Flugzeug abhebt, dich in die Höhe trägt und dein ganzer Körper für einen Moment scheinbar schwerelos zu sein scheint. Da ist dieses Gefühl im Bauch. Es kitzelt als würden tausend kleine Schmetterlinge auf einmal losfliegen. Ein tolles Gefühl. Die Welt unter dir wird schnell kleiner und der Himmel kommt immer näher.

Das Beste daran : Egal wann, über den Wolken ist das Wetter immer traumhaft. Tagsüber scheint die Sonne und macht aus der Wolkendecke einen fließenden Traum aus Zuckerwatte. Und bei Nacht taucht der Mond sie in ein friedliches weißes Licht.

Doch so schön es über den Wolken auch ist.  Ich komme wieder nicht umhin mich zu fragen warum der Mann in der Sitzreihe neben mir ein Sandwich bekommt und ich nicht. Es ist nicht so das ich es nötig hätte auf einem 1 1/2 Std. Flug etwas zu essen… dennoch finde ich es eigenartig das der Preis den wir gezahlt haben wohl nicht hoch genug war um uns zwei Scheiben Weißbrot mit ekeligem Käse anzubieten. Ich geniere mich nicht gern über solche Dinge aber gerade durch sowas wird mir immer wieder vor Augen geführt, dass wir in einer Gesellschaft leben in der nur der profitiert der auch bezahlen kann. Das finde ich ungerecht und absolut inakzeptabel. Aber ich möchte mir den Urlaub davon jetzt nicht verderben lassen.

12:08 Uhr

Landung am Flughafen Rom. Trotz einiger kleinerer Turbulenzen sind wir sicher am Boden angekommen. Nachdem wir uns einen kurzen Überblick verschafft haben, stellt sich die Frage wie wir zum Hotel kommen.

Entweder auf eigene Faust für 14€ mit dem Zug und ein ganzes Stück zu Fuß oder gemütlich mit einem der Shuttlebusse, die Ihren Service für 15€ anbieten und uns direkt bis zum Hotel fahren. Wir entschieden uns für den einfachen Weg. Zwar laßen wir vorab, dass man diese Busse nicht unbedingt nutzen sollte aber ich muss sagen,  dies war der unkomplizierteste Weg und wir sind nach etwa 40 Minuten Fahrt unversehrt vor Ort angekommen.

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©cocovonmuenchenfotografie

Das Hotel :

Hotel Priscilla in der Via Calabria 17-19, 00187 Rom. Drei Sterne und keiner davon auch nur annähernd verdient!

Der Eingang kommt recht unscheinbar daher und wir stehen zuerst vor der verschlossenen Restauranttür bevor uns auffällt, das der eigentliche Eingang zwei Meter weiter rechts ist. Der schmutzige rote Teppich und die ziemlich in die Jahre gekommenen Außenfassaden laden nicht gerade zum herein spazieren ein,  wir tun es natürlich dennoch.

Zu allererst fällt mir die offene Putzkammer auf die mir gleich im Foyer entgegen springt. An der kleinen Rezeption steht eine junge Dame, die nicht sehr viel Spaß an ihrem Job zu haben scheint und fragt uns nach unserer Reservierung. Nachdem wir unseren Schüssel erhalten haben und wissen das wir für die W-Lan Nutzung 5€ extra zahlen müssen,  machen wir uns auf den Weg in unser Zimmer.

Beim Öffnen der Zimmertür schlägt uns gleich der modrige Duft der alten Klimaanlage entgegen.  Wir müssen das Fenster öffnen sonst ist es hier nicht auszuhalten. Der Zustand des Zimmers lässt enorm zu wünschen übrig.  Ich gebe zu: Wer low budget bucht darf nicht viel erwarten,dennoch bin ich der Meinung wenigstens sauber sollte es sein. Da wir aber erst einmal die Stadt erkunden wollen sehen wir nicht genauer hin und brechen gleich wieder auf.

15:00

Wir machen uns zu allererst einmal auf den Weg zu einer Haltestelle für „Hop on Hop off“ Busse. Da wir uns erst einmal einen Überblick über die Stadt verschaffen wollen kommt uns ein solcher Bus der an den wesentlichen Hot Spots halt macht sehr entgegen. Nach kurzem überlegen entscheiden wir uns für ein 72 Std. Ticket, welches 29€ kostet. So haben wir die Möglickeit jederzeit an einem der 10 Haltepunkte auszusteigen und nach einem langen Tag auch wieder zurück zum Hotel zu fahren. Heute entscheiden wir uns jedoch erst einmal nur eine Runde zu fahren und uns die zu den Sehenswürdigkeiten gehörenden Geschichten anzuhören.

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©cocovonmuenchenfotografie

17:00

Nachdem wir noch einen kurzen Abstecher in den kleinen Supermarkt um die Ecke gemacht haben und uns mit dem Nötigsten versorgen konnten begeben wir uns zurück ins Hotel.

Nun ist es Zeit, dass gesamte Zimmer einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Das gesamte Inventar ist deutlich in die Jahre gekommen und fernab der heutzutage gängigen Einrichtungsstile. Wer weiß, vielleicht war das auch typisch italienisch und ich habe einfach keine Ahnung. Der ziemlich schäbige grüne Teppich ist mit Flecken und Krümeln übersäht uns ich bin froh, dass ich sowohl jede Menge Sockenpaare als auch Badeschläppchen eingepackt habe.

Die Möbel sind zerkratzt und verstaubt und einen Blick in den Kühlschrank zu werfen traue ich mich gar nicht. Die Lampen an den Wänden hängen mehr oder weniger lose herunter und an vielen Stellen hat die Wand Risse oder Wasserflecken. Das qiuetschende Metallbett lädt alles andere als zum entspannen ein und die Wolldecken die ich aus dem Schrank ziehe haben wohl vor langer Zeit die letzte Wäsche erlebt.

Mir graut es vor dem Blick ins Badezimmer und meine Erwartungen werden mehr als erfüllt.  Die Klobürste ist deutlich verschmutzt und überall wo Staub liegen könnte liegt auch welcher.  Waschbecken und Duschkopf sowie Amaturen sind verkalkt und schmutzig. Ein großer Riss im Waschbecken rundet den ersten Eindruck ab.

Als ich näher hinsehe finde ich Schimmel in der Dusche, Wasserflecken, bröckelnden Putz an der Decke und eine fehlende Türleiste. Beim Gedanken mich hier waschen zu müssen kräuseln sich die Zehennägel. Nachdem wir unseren Rundgang abgeschlossen haben beschließen wir uns an die Reiseleitung zu wenden. Am liebsten würden wir gleich das Hotel wechseln doch das ist an diesem Abend nicht mehr möglich.  Auch hat der Rezeptionist keine Zeit sich unser Zimmer anzusehen da er allein am Empfang steht. Wir müssen also die erste Nacht hier verbringen.

 

Tag 2: 26.07.2017

9:00

Unsere erste Amtshandlung an diesem Morgen: Ein anderes Zimmer. Nachdem wir am Vorabend bereits Kontakt zur Reiseleitung Von Tropo aufgenommen hatten und diese sich umgehend mit dem Hotel in Verbindung gesetzt hatte klappte zumindest der Zimmerwechsel problemlos. Zusammen mit einer Hausdame besichtigen wir das Zimmer, dass diese uns äußerst stolz präsentiert. Ich würde an dieser Stelle gern schreiben, dass der Wechsel eine erhebliche Verbesserung mit sich brachte, doch das wäre leider gelogen.

Es riecht zwar deutlich angenehmer als in dem vorherigen Zimmer und auch das Mobiliar scheint nicht aus der Nachkriegszeit zu stammen, dennoch ist auch der Zustand hier mehr als fragwürdig.

Ein großer Riss zieht sich vom einen zum anderen Ende des Zimmer durch Wände und Decke. Der gleiche grüne fleckige Teppich und dieselben schmutzigen Tapeten und schiefen Lampen. Auch hier ist das Bad keine große Überraschung. Schmutzige, verfallene Amaturen, Haare in der Dusche und ein riesiger Wasserfleck unter dem Waschschrank. Am liebsten würden wir auf dem Absatz kehrt machen aber da heute mein Geburtstag ist, will ich ihn eigentlich nicht auf gepackten Koffern sitzend verbringen. Also bleiben wir zähneknirschend und tauschen unseren alten gegen den neuen Schlüssel.

9:30

Nachdem die Nacht eher unruhig war, machen wir uns auf den Weg zum Speisesaal. Wobei „Saal“ wohl zuviel gesagt wäre. Neben dem eigentlichen Eingang befindet sich die Tür zur „Taverna Priscilla“. Dort sollte ein Frühstücksbuffet auf uns warten. Die Treppe runter geht es in einen kleinen Raum der wohl tatsächlich ein Restaurant darstellen soll. Es ist allerdings dunkel und ungemütlich.

Nachdem wir uns einen kurzen Überblick verschafft haben und uns setzen wollen, werden wir von einem, ziemlich unfreundlichen, Kellner gebeten uns woanders hinzusetzen. Warum will er uns allerdings nicht verraten. Auch die Gäste die nach uns kommen werden schier wahrlos an irgendwelche Tische gesetzt. Eine fünfköpfige Gruppe die zwei Tische zusammen schieben möchte sitzt am Ende getrennt. Soweit so gut.

In der hintersten Ecke steht ein Tisch auf dem das „Buffet“ angerichtet ist. Es gibt eine Sorte Weißbrot, Schokobrötchen und abgepackten Kuchen. Eine Sorte Käse, eine Sorte Schinken, Nutella und Honig. Zum trinken gibt es Kaffee, Milch oder zwei Sorten Sirupartigen Saft, der nach mehrmaligem verdünnen mit Wasser immernoch widerlich schmeckt. Eine Dame aus der Küche fragt Gäste die nach uns kommen ob Sie lieber Kaffee oder Tee hätten, uns fragt niemand.

Während der halben Stunde die wir uns dort aufhalten werden wir dauerhaft von bereits genanntem Kellner gemustert der, nur so am Rande, sehr ungepflegt aussieht und schmutzige Kleidung trägt. Uns vergeht der Appetit und wir verlassen das Restaurant mit der Entscheidung die nächsten Tage auswärts zu frühstücken.

11:00

Wir sitzen bereits wieder im Hop on Hop off Bus und fahren in Richtung Colloseum. Als wir dort ankommen sind wir erst einmal überwältigt von den Touristenmassen die sich davor tummeln. Schon Minuten nach unserem Eintreffen werden wir von einer jungen Dame gefragt ob wir uns einer Tour mit Führung anschließen oder das Colloseum auf eigene Faust erkunden möchten. Wir entscheiden uns für die günstigere Variante ohen Führung, zahlen 12€ und erkunden das Gebäude allein. Unsere Wartezeit bis zum Einlass beträgt zwischen 30 und 40 Minuten und bevor wir rein dürfen müssen wir noch durch eine Sicherheitskontrolle.

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Als wir endlich drin sind bin ich beeindruckt von der Größe und Architektur und kann mir kaum vorstellen, dass dieses Gebäude von 45 Tsd. Sklaven gebaut wurde. Auch der Zuschauerandrang für Gladiatoren- und Tierkämpfe liegt außerhalb meiner Vorstellungskraft. Eigentlich bin ich gar kein Fan von großen Touristenansammlungen aber manches muss man einfach selbst gesehen haben und dieses Gebäude gehört definitiv dazu.

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©cocovonmuenchenfotografie

13:30

Mit dem Bus geht es weiter Richtung Vatikaan. Wir halten an der Engelsbrücke. Den Weg bis zum Petersplatz gehen wir zu Fuß. Mich beeindrucken wieder die alten Gebäude und Statuen an denen wir vorbei kommen. Achitektonisch hat diese Stadt wirklich einiges zu bieten und auch geschichtlich kommt man hier voll auf seine Kosten.

Die letzten paar hundert Meter bis zm Petersdom sind ausschließlich zu Fuß begehbar, was die Sache wirklich angenehm macht. Auch hier stehen, wie im Rest der Stadt, jede Menge Souvenierhändler die uns allen möglichen Unsinn verkaufen wollen. Für meinen Geschmack macht das die Besichtigung zeitweise wirklich anstrengend und etwas Charme geht verloren.

Dennoch muss man in aller Deutlichkeit sagen, dass sowohl der Petersplatz als auch der Dom äußerst beeindruckend sind und bei einem Besuch in Rom auf jeden Fall auf der Agenda stehen sollten auch unabhängig davon welcher Religion man angehört. Der Dom beeindruckt vor allem mit seiner Größe, den prunkvollen Malereien, Statuen und Deckengemälden. Der Eintritt ist kostenfrei aber am Vormittag sollte man bei gutem Wetter auf jeden Fall ca. zwei Stunden Wartezeit einplanen. Achtung: Schultern und Knie sollten bedeckt sein, da ansonsten der Einlass verweigert wird.

18:00

Wieder zurück im Hotel machen wir uns frisch fürs Abendessen. Aufgrund der bisherigen Beobachtungen entscheiden wir uns jedoch gegen das hauseigene Restaurant und für ein kleines gemütliches gleich gegenüber. Das „La Cantinola da Livio“ in der Via Calabria 16-18 besticht nicht unbedingt mit modernstem Auftreten, lädt aber durch sein gemütliches Inneres in Kombination mit italienischem Straßenflair auf jeden Fall zu einem Besuch ein. Zugegeben, drinnen befindet sich eine Menge kitschiger Deko aber die Freundlichkeit und Herzlichkeit des gesamten Personals geben uns sofort das Gefühl, dass wir hier wilkommen sind.

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©cocovonmuenchenfotografie

Gleich nachdem wir Platz genommen haben reicht man uns die Speisekarte und wir bekommen kleine Antipasti. Darunter ein Teller Oliven, Weißbrot und eine warme Scheibe Knoblauchbrot. Als Vorspeise bestellen wir Honigmelone mit Parmaschinken. Wenige Minuten später erhalten wir zwei Große Stücke Melone und sechs Scheiben Schinken. Qualitativ sehr gut und wirklich lecker.

Beim Hauptgang entscheiden wir uns für zwei Klassiker. Spaghetti Bolognese und Carbonara. Ich probiere beides bin aber doch froh, dass ich mich für die Carbonara entschieden habe. Es überrascht mich nicht, dass diese mit der die ich aus Deutschland kenne recht wenig gemeinsam hat doch es schmeckt wirklich sehr lecker. Gerne würden wir noch ein Dessert essen, doch dafür ist nun wirklich kein Platz mehr. =) Zum Abschluss gibt es noch eine Schale Erdnüsse und weil ich Geburtstag habe zwei Gläßer Prosecco aufs Haus. Wir zahlen mit Trinkgeld 45€ was, meiner Meinung nach für den tollen Service und das wirklich leckere Essen mehr als gerechtfertigt ist. Solltet Ihr also einmal in Rom sein kann ich euch dieses Restaurant wirklich sehr empfehlen.

22:00

Zeit ins Bett zu gehen. Nachdem wir beim Duschen beinahe das ganze Bad unter Wasser gesetzt haben, weil die Dusche undicht ist, gehen wir ins Bett. Leider riecht die Wolldecke aus dem Kleiderschrank so unangenehm, dass ich mich damit gar nicht zudecken mag. Irgendwie habe ich das Gefühl es juckt überall. Der Lärm der Hauptstraße lässt mich nur schwer einschlafen doch vor Erschöpfung fallen mir irgendwann doch die Augen zu.

 

Tag 3: 27.07.2017

09:00

Auch heute findet das Frühstück auswäts statt. In einem kleinen Café, dessen Name ich leider vergessen habe, ein paar Straßen weiter bestellen wir uns Sandwich und Panini und dazu eine heiße Schokolade und einen Latte Machiato. Für den Weg gibt es noch ein Stück Gebäck aus der Auslage. Wir setzen uns an einen der vielen Tische und beobachten, dass jeder der Einheimischen der herein kommt seinen Kaffee und sein Frühstück im stehen am Tresen verzehrt und dann recht fix wieder geht. Wie wir so in aller Ruhe da sitzen ist uns fast ein bischen unangenehm. Als ich an der Kasse für unser Frühstück 23€ zahlen muss, muss ich kurz schlucken. Naja so ist das in Touristengegenden nunmal.

10:30

Zu Fuß geht es weiter in Richtung Campo de Fiori. Laut Reiseführer Roms beliebtester Marktplatz Wir sind schon etwas spät dran, weshalb einige Stände bereits abbauen. Der Großteil hat aber noch geöffnet und so können wir das reichhaltige Angebot noch genießen. Es gibt frisches Obst, Kleidung und Souveniers und nicht zuletzt Massen an Nudeln in sämtlichen Formen, Farben und Geschmäckern. Ich entdecke Schmetterlingsnudeln in verschiedenen Landesfarben, Sehenswürdigkeiten Roms in Pastaform, Gladiatorennudeln und jede Menge anderes kurioses. Dazu an jeder Ecke Öle, Gewürze und Pesto und natürlich italienische Schnäpse die zum probieren Einladen.

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©cocovonmuenchenfotografie

Weil es 30 Grad misst entscheide ich mich gegen Schaps und für einen Becher frische Ananas. Im Großen und Ganzen gefällt mir der Markt sehr gut, doch ich stelle im wieder fest, dass die Verkäufer recht aufdringlich sind, was bei mir leider schnell dazu führt, dass ich genervt bin und gehen möchte.

12:00

Wieder zu Fuß geht es quer durch die Stadt, die vor Touristen nur so überquillt. Nach etwa 20 Minuten erreichen wir das Pantheon, den besterhaltenen Tempel aus römischer Zeit. Einer der vielen eindrucksvollen, riesigen Bauten die so vielzählig in dieser Stadt zu finden sind. Auch hier ist der Eintritt frei. Leider haben wir für die Besichtigung kaum Zeit, da wir schon fast unsere Rückreise planen müssen. Die letzte Fahrt mit dem Bus führt uns zum Busbahnhof wo wir unsere Rückfahrt zum Flughafen koordinieren.

18:00

Aufgrund des positiven Eindrucks entscheiden wir uns zum Abendessen wieder für das La Cantinola. Nachdem wir unser Knoblauchbrot und unsere Vorspeisen weg geknabbert haben gibt es ein großes Stück Lasagne mit frischem Parmesan. Auch heute werden wir wieder überaus freundlich bedient und bekommen zum Abschied je eine Rose.

21:00

Als wir nach dem Essen wieder ins Hotel kommen erwartet uns die nächste Heopsbotschaft. Es gibt kein fließendes Wasser. Leider bereitet uns darauf niemand vor als wir den Schlüssel abgeben (der übrigens bei jedem Verlassen des Hotels an der Rezeption abgegeben werden muss). Als dann an die Rezeption gehe um dies zu melden, sagt mir die Dame dort, Sie wüsste Bescheid und das es im ganzen Haus kein Wasser gäbe. Es würde aber bereits daran gearbeitet und sie würde uns auf dem Zimmer Bescheid geben sobald das Problem behoben ist. Das hat Sie natürlich nicht getan.

Ich möchte an dieser Stelle unbedingt noch erwähnen, dass trotz der großen Mängel das Personal an der Rezeption stets freundlich war. Ein junger Mann, dessen Namen ich natürlich auch vergessen habe, war besonders nett und aufgeschlossen. Es war also nicht alles schlecht 😉 .

23:00

Die letzte Nacht schlafe ich ohne Decke und mit Stöpseln in den Ohren weil mich der Krach der Hauptstraße wach hält und ich mich noch immer in diesem Bett unwohl fühle. Alles in allem kann ich dann aber doch halbwegs gut einschlafen.

Tag der Abreise: 28.07.2017

07:30

Mit gepackten Koffern stehen wir an der Rezeption und bezahlen die Kurtaxe von insgesamt 24€ für drei Tage. Das W-lan wird uns nicht berechnet, warum auch immer. Nachdem die Formalitäten erledigt sind, weise ich die Dame hinter dem Tresen noch einmal höflich daraufhin, dass dieses Hotel leider nicht zum wohlfühlen einläd. Ich betone noch einmal, dass ich die Hygienestandards als fragwürdig erachte und das erhebliche Mängel am Inventar bestehen. Sie gibt mir zu verstehen, dass Sie sich darüber bewusst ist aber das man schließlich nicht jeden Tag etwas reparieren könne. Auch versichert Sie mir, dass Sie persönliche jeden Tag alle Zimmer begutachtet. Naja…in unserem war Sie nicht.

Ich vermute ja das Schimmel nicht vom einen auf den anderen Tag entsteht und das hier schon länger verbesserungsbedarf herrscht. 😀 Wer weiß, vielleicht haben die Italiener ja auch nur eine andere Auffassung von sauber als ich.

Alles in allem muss ich sagen hat mir die Stadt an sich aber sehr gut gefallen. Ich würde es allerdings auch hier sehr begrüßen wenn mehr Wert auf Sauberkeit und Instandthaltung gelegt werden würde. Es ist immer wieder schade zu sehen, dass Städte wie Rom, die Architektonisch so unglaublich viel zu bieten haben und ein wunderbares mediterranes Flair versprühen einfach verfallen und vor sich hin altern.

08:00

Im Souvenierladen an der Ecke kaufe ich zwei Busfahrkarten für insgesamt 3€. Nur ein paar hundert Meter ums Eck ist die Bushaltestelle an der alle paar Minuten ein Bus Richtung Busbahnhof „Termini“ fährt. Von dort aus bringt uns ein Zug zum Flughafen. Die Fahrt dauert etwa 30 Minuten und kostet 14€ pro Person. Unsere Maschine startet um 12:30 Uhr und bringt uns zurück nach München. Es waren anstrengende aber ereginisreiche und schöne drei Tage die wir hier verbringen durften. Leider sind drei Tage viel zu kurz um all die schönen Plätze und Sehenswürdigkeiten zu erkunden doch für diesen kurzen Zeitraum bin ich zufrieden.

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Good to know

  1. Überall wird vor Taschendieben gewarnt, deshalb ist es ratsam wenige Wertsachen mit sich zu führen. Kameras trägt man am Besten um den Hals oder hält sie weg von der Straße nah am Körper. Wir haben unsere Rucksäcke zusätzlich unterwegs noch mit einem kleinen Zahlenschloss gesichert.
  2. Bustickets können i.d.R. nicht im Bus gekauft werden. Es gibt aber sehr viele kleine Souvenierläden in denen man die Tickets bekommt.
  3. Wenn Ihr Sehenswürdigkeiten wie den Petersdom oder andere Kirchen/ Tempel besuchen möchtet achtet auf entsprechende Kleidung. Schultern und Knie sollten bedeckt sein sonst könnte es passieren, dass euch der Einlass verwährt wird.
  4. Solltet Ihr mit dem Auto unterwegs sein stellt euch darauf ein, dass der Verkehr zeitweise sehr unübersichtlich und chaotisch sein kann. Die Leute fahren wie und wo sie wollen und auch rote Ampeln stellen nicht immer ein Hindernis dar. Auch die Fußgänger sind nicht unbedingt vorsichtig, deswegen immer schön die Augen offen halten.
  5. Typisch italienisches Essen wie Pizza und Pasta gibt es an jeder Ecke. Leider ist die Qualität oft minderwertig und die Preise überteuert. Es lohnt sich also einfach mal die kleineren Seitenstraßen zu besuchen und nach einem geeigneten Restaurant Ausschau zu halten.

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen vielleicht nützlichen Einblick in Rom geben und falls Ihr auch einen Trip dorthin plant wünsche ich euch ganz viel Spaß. Wenn euch der Artikel gefallen hat, schaltet doch unbedingt auch mein Traveldiary bei Youtube ein.

 

 

 

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