Weekly Review #1 2017. O´zapft wars.

Ich drehe mich nach links, nach rechts, wieder nach links. Die Augen noch geschlossen. Ich weiß es scheint schon die Sonne durch die herunter gelassenen Rolläden in mein Schlafzimmer, doch ich weigere mich hinzusehen. Noch einmal, zweimal, fünfmal tief durchatmen bevor ich beschließe wach zu werden. Ich bin Künstler wenn es darum geht einfach wieder einzuschlafen, sich in Traumwelten zu vertiefen und erst dann aufzustehen wenn ich wirklich will.

Meine Freundin ist längst wach. Seit mehreren Stunden vermutlich. Als ich auf mein Handy blicke blendet mich die Helligkeit des Displays und ich möchte eigentlich gleich wieder meine Augen schließen. Die Uhr zeigt halb Elf. Eine halbwegs humane Zeit für mich. Vor allem wenn ich Urlaub habe.

Urlaub. Richtiger Urlaub ist es nicht. Kein Strand, kein Meer, kein Flugzeug das mich in Ferne Länder bringt, denn dazu reicht das Geld dieses Jahr einfach nicht. Dennoch war er bitter nötig. Dieser „Urlaub“. Der erste richtige dieses Jahr. Zwei Wochen einfach nur entspannen, rum liegen. Lesen, Serien schauen, Ruhe, Zeit… all das was mir die letzten 10 Monate gefehlt hat. Was der alltägliche Stress, die Arbeit und überhaupt das Leben einem abverlangt merkt man oft erst wenn die Erschöpfung einen einholt und der eigene Körper einem mitteilt, das es Zeit ist liegen zu bleiben. Also liege ich. Ich liege bis in die Mittagsstunden im Bett, stehe auf um meine Zähne zu putzen und zur Toilette zu gehen um mich dann zwei Räume weiter wieder hinzu legen. Auf die Couch. Durchatmen, den Fernseher einschalten und einfach nur da liegen ohne Verpflichtungen, Termine, Stress. Das ist es was ich jetzt brauche. Und ich bin froh, dass noch fast eine ganze Woche Urlaub vor mir liegt.


 

Mittendrin im Wiesnfieber

Auch wenn rum liegen mein einzig wahres Ziel in diesem Urlaub ist, reißt es mich jedes Jahr aufs Neue mit. Das Wiesnfieber. Männer, Frauen und Kinder in Tracht. Der Duft von Mandeln, Hendl und Allerlei Wiesnköstlichkeiten der einem schon entgegen strömt wenn man die U Bahn an der Haltestelle „Theresienwiese“ verlässt.

Beinahe jede Bahn ist voller Menschen auf dem Weg dorthin. Von früh morgens bis spät am Abend. Zeitweise mag es anstrengend sein, doch für mich als Wahlmünchnerin ein absolutes Highlight in jedem Jahr. Je näher die Wiesn rückt, desto aufgeregter werde ich. Passt das Dirndl noch? Wird mein Urlaub genehmigt?Wer begleitet uns? Und dann ertönt die erste Kapelle und ich bekomme am ganzen Körper Gänsehaut. Es ist heimisch, traditionell, fröhlich. Es gibt einem das Gefühl von Einigkeit und Wilkommen sein.

Doch 18 Tage vergehen schnell, besonders dann wenn es etwas so schönes ist. Leider war ich in diesem Jahr nur an zwei Tagen vor Ort  aber wenigestens konnte ich mich mit etwa 9000 anderen Menschen und der zugegeben ersten und letzten Maß in diesem Wiesnjahr  am 03.10. um 22:30 im „Bräurosl“ Festzelt vom Oktoberfest 2017 verabschieden und freue mich schon herzlichst aufs nächste Jahr.

 

 

 

 

 

 

 

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